3.3 Zusammenfassende Auswertungen

Das Kapitel 3.3 enthält Ergebnisse der artübergreifenden Auswertung der rezenten Nachweise.

Das Kapitel 3.3.1 beschreibt die Beobachtungssituation bis 1960.  Eine Karte zeigt die räumliche Verteilung der Nachweise und Hinweise für insgesamt 15 Fledermausarten aus der Zeit vor 1960.  Synonyme der lateinischen und deutschen Artnamen im thüringischen Schrifttum sind tabellarisch zusammengestellt.

Übersichten zur Anzahl der Fundorte und Arten in den MTBQ sowie vergleichende Angaben des aktuellen Erfassungsstandes mit erster Auflage „Fledermäuse in Thüringen“ (Tress et al. 1994) enthält Kapitel 3.3.2.

Einen Überblick über den Status der Fledermausarten in Thüringen enthält Kapitel 3.3.4 .

Im Kapitel 3.3.5 werden artübergreifend die Beobachtungen von Wochenstuben und sonstigen Sommerquartieren betrachtet. Angegeben sind unter Anderem Kenngrößen zu den Individuenzahlen, den Kolonieabständen und zu der Fundortdichte.

Vergleichbare Angaben enthält das Kapitel 3.3.6 für die Winterquartiere. Es werden die Arten nach ihrem Überwinterungsverhalten klassifiziert, ein Vergleich der Winterquartierverbreitung mit der Hohlraumdichte gezogen sowie die Winterquartiergemeinschaften mit Hilfe von Cluster- bzw. Ordinationsanalysen charakterisiert.

Mit über 8.400 Nachweisen entfallen 16 % aller Beobachtungen bzw. 53 % aller Fundorte auf Funde außerhalb der Quartiere. Diese werden im Kapitel 3.3.7 Funde außerhalb der Quartiere nach den Nachweismethoden „Akustische Nachweis“, „Netzfänge“, „Einflüge in Gebäude“ und „Todfunde“, letztere auch differenziert nach Katzenopfern, Verkehrsopfern sowie Schlagopfern an Windenergieanlagen, insbesondere hinsichtlich Artenspektrum und zeitliche Verteilung analysiert.

Die Höhenverbreitung der einzelnen Arten für die Sommerquartiere und Winterquartiere ist in Boxplots dargestellt (Kap. 3.3.8).

Im Kapitel 3.3.9 Phänologie werden phänologische Aspekte wie die Nutzung unterirdischer Quartiere im Jahresgang, der Fledermauszug sowie die Geburtszeiträume ausgewählter Fledermausarten vergleichend betrachtet.

Anhand eines speziellen Ortswechselindexes werden auf Grundlage thüringischer Beringungsergebnisse die Fledermausarten im Kapitel 3.3.10 nach ihrem Ortswechselverhalten unterschieden. Für die Arten mit gerichteten Wanderungen über längere Distanzen werden Fernfunde und Beobachtungen zu den Zugzeiten in Thüringen kartographisch dargestellt.

Umfangreiche Analysen geben Aufschluss über die Bestandsentwicklung der Fledermausarten in Thüringen (Kap. 3.3.12). Grundlagen sind der dezennienweise Vergleich der relativen Rasterfrequenzen, die Entwicklung der Individuenzahlen in den Winterquartieren sowie Analysen mit dem Modellierungsprogramm TRIM insbesondere der Daten aus dem IFT-Bestandsmonitoring. Im Vergleich der Arten untereinander sind typische Verläufe der Bestandsentwicklung erkennbar, die eine Klassifizierung ermöglichten. Dabei wurde das für Rote Listen entwickelte Konzept der Eicharten zur Unterstützung genutzt. Abschließend werden die Befunde zur Bestandsentwicklung ausführlich diskutiert.